Mittwoch, 1. April 2015

Perle aus dem Archiv #4 - Om Nom

Wie bitte? Wer Om Nom ist? 
Ist das euer Ernst... Jeder kennt doch Om Nom!
Okay, ich muss das vielleicht ein bisschen relativieren.
Jede Mutter von halbwegs online-tauglichen Kindern und Teenies, ist bestimmt mit mir 
einer Meinung und nickt zustimmend bei der Frage nach Om Nom.


Om Nom ist ein digitales Spiel, welches (praktisch) auf jedem Natel,
IPod oder Tablet installiert ist und gespielt wird.
Der kleine grüne gefrässige Om Nom braucht in diesem Spiel Hilfe
um an seine heissgeliebten Süssigkeiten zu kommen.
Ehm, nein, ich will eigentlich nicht für das Online Game Werbung machen...
Sondern für das Modell aus Garn und Stopfwatte!
Mir hat der kleine Kerl so gut gefallen, dass ich fand, eine
gehäkelte Amigurumi Figur davon wäre doch nett...

Seht euch schnell das kleine Filmli an und sagt mir dann,
ob ich ihn getroffen habe...



Ich hatte viel Spass beim Häkeln des Om Nom's.
Und als er mich dann mit seinen grossen Augen und seinem «Dackelblick»
anbettelte, war es um mich geschehen. Er musste unbedingt und ganz
dringend etwas zu essen bekommen. So mit Hungerbauch geht also gar nicht!

Und wie es so ist, mit solchen knuffigen und bekannten Persönlichkeiten,
hat es nicht lange gedauert, bis mein Telefon klingelte und sich die Mutter
eines Klassenkameraden von einem meiner Kinder erkundigte, ob sie diesen
kleinen Kerl für ihren Sohn «adoptieren» könne.
Selbiger Sohn hat Om Nom bei der Entstehung beobachtet und
zuhause offensichtlich von nichts anderem mehr gesprochen... ;-)

          Zwinkergrüsse

Om Nom: ich habe nach dieser Anleitung gehäkelt, leider in Spanisch, 
aber es gibt hier, hier oder hier auch englisch und deutsch
Garn: Catania

Montag, 23. März 2015

Welcome to the Afternoon Tea



konnte ich gestern zu meiner Mutter und Schwester sagen.
Aber ganz der Reihe nach. Ich schulde euch eine Erklärung...
Zu Weihnachten ist es manchmal schwierig ein tolles und originelles Geschenk
für spezielle Menschen zu finden oder zu machen. Kennt sicher jeder...
Ich wollte etwas «Neues» finden, etwas nicht Alltägliches und
somit vielleicht etwas Einzigartiges.


So bin ich auf die Idee gekommen, einen Gutschein zu basteln,
für eine Einladung zu einem Afternoon Tea.
Also habe ich eine passende Verpackung gemacht, diese mit verschiedenen Tees
befüllt und als Einladung nett eingepackt und unter den Christbaum gelegt.


Wie ihr seht... ich habe es natürlich spannend gemacht.
Sonst hätte ich ja gleich einen fertigen gekauften Gutschein schenken können ;-)
Und so ist es gleich nach dem Auspacken des Gutscheines mit den Spekulationen
los gegangen. Von Tennis spielen, Golf lernen bis Cricket-Teams zusammenstellen...
oder vielleicht bei einem Poloturnier den Rasen zurückstampfen, oder den Besuch eines Pub's bis
hin zu einem Trip nach London, war alles vertreten!
Schon lustig, wie man so plötzlich unzählige Ideen präsentiert bekommt.
Aber nun zurück zu meinem Vorhaben...
nach einem Umweg bin ich mit meinen Gästen vor dem 5-Sterne-Hotel
Palace in Luzern vorgefahren. Zwar nicht im Bentley mit weissen Handschuhen
aber ein erstes Oh! ist ihnen dann doch über die Lippen gehüpft.
Wir durften unter einem wunderschönen Kronleuchter Platz nehmen und
wurden sehr zuvorkommend und ausgesprochen freundlich bedient.
Im Hintergrund war eine Damen am Flügel am spielen und
wir wurden mit Tee und Häppchen versorgt.


Jede von uns hat eine eigene Etagere serviert bekommen, 
mit drei Gängen, sozusagen...
auf der ersten Etage, drei Sorten Scones mit Cream and Jam
in der Mitte, die Sandwiches, Egg-, Cucumber- and Salmon
und zu guter Letzt, die Desserts
mmmhhh... war das fein!

Bevor ich euch nun ins 5-Sterne-Hotel entlasse, 
empfehle ich euch wärmstens das Studium dieses Filmlis...
ein bisschen Stil und Etikette muss dann schon sein, gell ;-)))
Wer kennt schon die ultimativen Tipps, wie man sich richtig zu verhalten hat
an einem English Afternoon Tea?!
Spätestens wenn ihr dann bei der Queen eingeladen seid,
werdet ihr an mich und meine Warnung denken *grins*



Eben, jetzt ist alles klar.
Nun seid ihr ready for Teatime!

Wir haben gestern einen speziellen und nicht alltäglichen Nachmittag verbracht.
Und ich glaube, die Idee von meinem Geschenk ist gut angekommen.

Have a nice day, my dears

Teebuch-Gutschein: die Anleitung ist von hier
Afternoon Tea: zB. in Luzern, hier

Donnerstag, 12. März 2015

Klang-Bild-Stadtwanderung in Berlin

An dieser Stelle habe ich in letzter Zeit schon zweimal von 
Ausstellungen mit verschiedenen Künstlern berichtet. Ich selbst bin bestimmt
kein Künstler, aber in meiner Freizeit, nebst Familie, Alltag, Beruf und Kreativsein,
betätige ich mich in unserem dorfeigenen Kulturverein ehrenamtlich
als Verantwortliche für die Kunstausstellungen. Wir bieten Künstlern aus der
Umgebung die Möglichkeit, ihre Arbeiten in unserem wunderschönen Raum mit
direktem Seeanstoss und Garten zu präsentieren. 


Diese Ausstellung ist sozusagen ein Herzenswunsch von mir,
weil ich den Künstler schon lange kenne... Als einstiger Sandkastenfreund von
mir, hat er sich in der Zwischenzeit zu einem Vollblutkünstler entwickelt.
Wie der Titel schon beschreibt, malt Rainer Otto Hummel nicht nur Bilder,
nein, für ihn sind auch Klänge, Alltagsgeräusche und Konzerte Kunst.
Im letzten Jahr konnte Rainer einen viermonatigen Aufenthalt in Berlin verbringen,
in der Atelierwohnung der Zentralschweizer Kantone, welche jedes Jahr
drei professionellen Kulturschaffenden diese Möglichkeit bietet (hier nachzulesen).
Auf Instagram konntet ihr schon das eine oder andere Bild bewundern,
und heute nehme ich euch nun also zur Ausstellung mit.


Was ihr auf den obigen Bilder seht, sind «Bsetzistei» (Plastersteine) aus Berlin.
Diese Steine haben alle einen Bezug zu einem der entstandenen Bilder, d.h. ein jeder Stein,
hat den Künstler inspiriert oder war massgeblich an der Entstehung eines Bildes beteiligt.
So suchte Rainer z.B. eine bestimmte Strasse oder einen Platz auf, wo vor ihm,
ein berühmter Künstler in Berlin gelebt oder gearbeitet hat. Oder er traf auf Bettler, welche
er in Öl verewigt hat und hat als Erinnerung oder Mahnmal einen Stein gesammelt.

Rechts und auf dem ersten Foto könnt ihr quadratische Aquarell-Collagen sehen.
Es sind «Tageblätter». Die haben es mir ganz speziell angetan! Ich bin fasziniert von den 
Farben und bei genauerem Hinsehen hat ein jedes Bild eine Botschaft.
Ganz ungewöhnliche Sprüche oder Zitate oder Aktuelles, denn jedes dieser
Bilder entstand an einem Tag der viermonatigen Aufenthaltsdauer.
Der Künstler hat pro Tag je ein solches Bild gemalt. Total sind es 112 Bilder geworden!
So lässt sich nachverfolgen, was ihn genau an jenem Tag beschäftigt hat,
oder durch was seine Stimmung beeinflusst wurde...


Hierzu brauche ich vermutlich nicht viel zu sagen?!
Wer kennt nicht den einen oder anderen Promi, die eine oder andere Persönlichkeit...
Sei es Romy Schneider, David Bowie, Nina Hagen, Günter Grass, Albert Einstein,
Marlene Dietrich, Uschi Obermaier oder Samuel Beckett...
Alle diese «Persönlichkeiten» haben ihre Spuren in Berlin hinterlassen.
Und genau das hat den Künstler interessiert und er hat die ehemaligen Wohnstätten,
Wirkungsorte und Meilensteine dieser Zeitzeugen aufgesucht.


Ok, im ersten Moment werdet ihr jetzt denken: «Was für ein Gekritzel».
Wenn ich euch aber erzähle, dass dieses Bild lediglich aus einem einzigen Strich besteht,
werdet ihr das Bild mit anderen Augen sehen! Und erzähle ich euch, dass dieser
Trompetenspieler am Abend seines Auftritts vom Künstler gezeichnet wurde,
im halbdunkeln oder dunkeln, verrauchten und vollbesetzten Theater, Bar oder Bühne
entstand, werdet ihr vielleicht sogar staunen. So ging es mir zumindest.
Diese Einstrichzeichnungen, «Jazzlines» nennt sie der Künstler, sind wirklich etwas
ganz Besonderes. Wer einen Eindruck davon bekommen möchte, der schaut hier.
Und glaubt mir, man ist versucht, ganz nah hinzugehen und den Anfang und das Ende 
des Strichs zu suchen!


Und zu guter Letzt sind zusätzlich noch 112 Aquarelle auf Büttenpapier entstanden.
Wieder eins pro Tag... besser gesagt, pro Abend, denn was ihr hier seht,
ist der ganze Aufenthalt in Berlin. Woche für Woche aufgereiht, jeweils ein
Aquarell pro Abend mit dem Titel «Nachthimmel über Berlin».
Ich habe bei der Ausstellung versucht meinen Geburtstags-Himmel zu suchen...
Gar nicht so einfach, aber total spannend!


Der Ausschreibungstext für seine Ausstellung:
«Rainer Otto Hummel zeigt Arbeiten, die während seines Atelieraufenthaltes 2014 in Berlin 
entstanden sind. Beim Wandern durch die Stadt, von Juli bis Oktober, versuchte er
auf unterschiedlichste Weise, Berlin zu entdecken und wahrzunehmen. All die Eindrücke, 
des Geschauten und Gehörten, setzt er in verschiedenen Techniken um. 
Zeichnungen, Aquarell, Ölmalerei, Klang und Installation.»

Jetzt versteht ihr, was ich anfangs gemeint habe mit Vollblutkünstler!


Wer noch mehr erfahren will, hier einige Links:
die Reise, Jazzlines oder noch dieses Wochenende an der Ausstellung

Dienstag, 3. März 2015

Link or Not-Link...

Neulich hat mich ein Kommentar unter einem alten Post erreicht,
dass ein Link nicht mehr funktioniere...
Dem bin ich natürlich sofort nachgegangen und tatsächlich,
offensichtlich wurde dieses Blog entfernt, oder ist vielleicht umgezogen worden.


Mich würde nun interessieren, wie ihr das handhabt?
Link or Not-Link?!
Im Hinblick darauf, dass es vorkommt, dass ein Blog geschlossen wird, oder mit 
einer neuen Adresse umzieht und vom Radar verschwindet, kann ja passieren. 
Trotzdem finde ich es fair und nichts anderes als ehrlich zu verlinken.
 Ich für meinen Teil setze unter Posts von nachgearbeiteten Sachen,
jeweils auch den dazugehörigen Link auf den Blog, wo ich die Anleitung gefunden habe 
oder von wo die Idee stammt. Ich finde es nicht so sehr die feine Art, etwas als meine Creation
zu kennzeichnen, wenn es von jemand anderem ist. Die Lorbeeren gehören den Erfindern.
Leider treffe ich das ab und zu auf anderen Blogs an... was ich schade finde!
Ich will mich einfach nicht mit fremden Federn schmücken, und auf
komische Streits und Auseinandersetzungen habe ich keine Lust.

Ich lese auch immer sehr genau die AGB's durch und respektiere
die darin genannten Richtlinien. Meistens dürfen Anleitungen nicht veröffentlicht oder
vervielfältigt werden. Was aber nicht heisst, dass sie geheim sind. Manchmal muss 
man sich halt etwas Zeit nehmen und danach suchen, oder sich ein Ebook leisten.

Wenn ein Link nicht funktioniert oder du nicht findest, was du suchst,
kontaktiere mich per Email und ich helfe dir gerne weiter.
Ich will dich ja mit meinem Blog inspirieren und dich zur eigenen Kreativität
anstupsen. Ich sage immer, «man kann das Rad nicht neu erfinden».
Damit meine ich, dass Vieles irgendwo im www schlummert und entdeckt werden will.

 Herzlichst

Mittwoch, 25. Februar 2015

Gnocchi - fatti in casa

Jetzt, wo endlich mein Küchenschätzchen bei mir eingezogen ist,
wird natürlich auch fleissig probiert. Es wird gerührt, gemischt, geknetet und vermengt.
Unendliche Möglichkeiten tun sich mir auf und vorallem
es geht ganz fix!

Neulich habe ich mich spontan für ein italienisches Gericht entschieden,
und nach dem Blick in die Vorratsschränke und in den Kühlschrank
konnte es auch sofort umgesetzt werden.
Wir haben uns an «Gnocchi di patate fatti in casa» herangewagt.
Zuerst wurden die Kartoffeln gschwellt und gschintet,
und durchs Passevite getrieben. Dann gehört laut Rezept ein verklopftes Ei hinzu. 
Als ich wieder in den Topf der Maschine schaute, bot sich mir dieses Bild:


Ehm? Verklopft, habe ich gesagt!
Aha... kann das deine Wundermaschine nicht selbst?!
Ja, ja, schon gut. Ich habe wohl etwas zu oft von meinem neuen Gehilfen geschwärmt,
da wurde wohl jemand eifersüchtig ;-)
Nach diesem kleinen, spassigen Zwischenfall, ging dann alles reibungslos von statten.


Gnocchi di patate «fatti in casa»
700 g mehlige Kartoffeln weich kochen und anschliessend gleich schälen,
durchs Passevite treiben und auskühlen lassen.
1 Ei verklopft, 50 g geriebener Parmesan, etwas Muskat (nach Belieben) und
ca. 1,5 Teelöffel Salz daruntermischen.
250 g Weissmehl portionenweise daruntermischen und anschliessend den fertigen
Teig kurz ruhen lassen. In der Zwischenzeit die Arbeitsplatte mit wenig Mehl bestreuen
und dann den Teig vierteln und jeweils zu einer etwa fingerdicke Rolle formen.
Nun mit einem Messer ca. 2 cm breite Stücke abschneiden und diese über eine umgekehrte
Gabel rollen. Das gibt den Gnocchi das typische Aussehen (muss aber nicht zwingend sein).
Die fertig geformten Gnocchi portionenweise in leicht gesalzenem Salzwasser ziehen lassen,
sobald die Gnocchi oben auf schwimmen sind sie fertig.


Ich habe unsere Gnocchi zusammen mit einer frischen Tomatensauce,
etwas italienischen Gewürzen und einigen Tupfern Aceto di Balsamico serviert.
Die Kinder haben über ihre Gnocchi etwas geriebenen Käse und Olivenöl gegeben.
Jedem das Seine... Geschmeckt haben sie so oder so ausgezeichnet!

Herzlichst